INFO ZUM BESTAND


Bestandsinhalt



Der Bestand Schönbergische Sammlung des Staatsarchivs Altenburg ist eine große Sammlung des Altenburger Kanzlers Hans Dietrich von Schönberg von reichhaltigen Quellen zur Reichs-, Landes-, Orts- und Adelsgeschichte.

Dr. Wilhelm Engel, 1929-1935 Leiter des Staatsarchivs Altenburg, der den Bestand verzeichnete, fasste die Bandbreite des Bestands wie folgt zusammen: "Man sagt kaum zuviel mit der Feststellung, daß Schönberg schlechthin alle sammelte, was ihm einigermaßen geschichtlich bedeutsam erschien: von hochpolitischen Urkunden und Staatsverhandlungen bis zu Denkmalsinschriften in Reinhardsbrunn, Heilbronn, Freising, Rom, Neapel. Abschriften ganzer Werke (Glasers Henneberigsche Chronik, Dehlers Römhilder Antiquitäten, Mayers Geschichte von Penig, Kampfrecht von Fürth) finden sich neben kleinen politischen Spottgedichten, fürstlichen Sektionsbefunden, Schauererzählungen von Kometen und Mißgeburten. Schwindelhafte Turnierlisten und kabbalistische Spielereien wechseln mit Wundernachrichten aller Art und dem apokryphen Urteilsspruch des Pontius Pilatus über Jesus Christus. Wertvolle Zusammenstellungen von Leipziger und Wittenberger Schöppengerichtsgutachten reihen sich an die Originalbeschreibungen der Kaiserwahl Maximilians I. und Karls V. Gerade dieses bunte Gemisch wertvoller und bedeutungsloser Aufzeichnungen macht diese Sammlungen so ungemein reizvoll; in ihm spiegelt sich trefflich die Weite des Wissens und der Umfang der Neigungen ihres Schöpfers Hans Dietrich von Schönberg" (Wilhelm Engel: Die Schönbergischen Sammlungen im Thüringischen Staatsarchiv Altenburg. In: Das Thüringer Fähnlein. Monatshefte für die mitteldeutsche Heimat 5/1934, S. 297-302, hier: S. 302).

Zahlreich sind die Quellen zu fast allen Fragen der Landesverwaltung (Nrn. 5, 7, 16, 17) sowie Landtagsakten (Nr. 3), Tagebücher und Niederschriften der Kabinettsitzungen (Nr. 8), Handakten über diverse Verhandlungen und Konferenzen ernestinischer Herzogtümer in Saalfeld, Eisenberg, Coburg und Jena (Nr. 31) und Landesteilungen (Nr. 32, 48, 62, 63, 71). Im Zusammenhang mit einer Konferenz in Zeitz wegen Grenzstreitigkeiten 1662 sind dem Band farbige Karten der östlichen Umgebung der Stadt Saalfeld mit der Saale, Wegen, Gruben, Mühlen und Grenzsteinen von 1534 sowie der zwischen Pößneck und Langenorla gelegenen Wälder beigelegt (Nr. 44). 1669 und 1679 war Schönberg bei den Visitationen der Universität, des Hofgerichtes und des Schöppenstuhls in Jena beteiligt – die Nrn. 34-36 beinhalten daher Visitationsprotokolle, Entwürfe für die Instruktion der Visitatoren und Berichtsentwürfe, aber auch gedruckte Vorlesungsverzeichnisse. Zu seiner Arbeit als Vizepräsident und Präsident des Konsistoriums gibt es mehrere Bände (Nrn. 11-15), die etwa diverse Konsistorialordnungen und vor allem reichhaltige Quellen zur Kirchen- und Schulgeschichte, aber auch eine Sammlung zur Pest (Nr. 11) umfassen, sowie zwei Korrespondenzbände (Nrn. 112, 113), die "mehrere hundert Gesuche, Bittschriften, Widmungen, Berichte von Universitätsprofessoren, Pfarrern, Lehrern und Studenten; Stundenpläne von Schulen, Statistiken, Hospitalrechnungen" (Engel, S. 300) enthalten. Die Nrn. 42-44 zeugen von Schönbergs Tätigkeit als Naumburger Stiftsherr, der regelmäßig die Generalkapitel des Hochstifts besuchte. Schönbergs militärische Verfügungen während des Türkenfeldzuges 1663-1667 (Nr. 18) sind ebenso überliefert wie Akten über Einquartierungen (Nrn. 21, 22).

Umfangreich sind die Briefwechsel (Nr. 114) mit den einflussreichen Staatsmännern Veit Ludwig von Seckendorff sowie August Carpzov (1644 Hofrat Herzog Friedrich Wilhelms II. von Sachsen-Altenburg, 1649 Kanzler von Sachsen-Coburg, das 1640 an Altenburg gefallen war) und Wolfgang Conrad von Thumbshirn (u. a. Vertreter Sachsen-Altenburgs bei den Westfälischen Friedensverhandlungen und ab 1653 Kanzler Sachsen-Altenburgs). Von Bedeutung sind insbesondere die zahlreichen diplomatischen Berichte und Protokolle über die Friedensschlüsse in Prag 1635 und von den westfälischen Friedensverhandlungen 1645-1649 (Nrn. 79, 84, 85, 86). Nr. 85 enthält eine fast vollständige Sammlung der Briefe der Sachsen-Altenburgischen und Coburgischen Gesandten Wolfgang Conrad von Thumbshirn und Dr. August Carpzov über den Westfälischen Friedenskongress und den Nürnberger Exekutionstag mit vereinzelten Beilagen. Da die offiziellen Berichte der Gesandten vom Westfälischen Friedenskongress bis August 1648 fast alle verloren sind, bietet dieser Briefwechsel wertvolle Anhaltspunkte über die Ansichten, Absichten und den Wissensstand der Altenburger Gesandtschaft.

Sieben Bände (Nr. 64-70) finden sich zu den obersächsischen Kreistagen von 1662-1680 – darin neben zahlreichen Protokollen auch ein Kreistagsabschied von Leipzig mit Unterschriften und 20 aufgedruckten Siegeln von 1673 (Nr. 68). Da Schönberg zahlreiche Akten seines Schwiegervaters Johann Friedrich von Brand übernommen hat, sind Dresdner Landtagsakten (Nrn. 37-41) und auch dessen Korrespondenzen (Nr. 105) in die Sammlung gekommen.

Wichtige politische Aufgaben der Zeit lassen sich en Detail erhellen – wie bspw. die diplomatischen Auseinandersetzungen mit Kurmainz wegen Erfurt (Nr. 77, 78, 107), der zwischen Sachsen-Weimar und Sachsen-Altenburg entbrannte so genannte Präzedenzstreit um ehemals gemeinsamen Besitz wie etwa den Hennebergischen Anteil, die Universität Jena und die Saalfelder Münzstätte (Nr. 33) oder Erbstreitigkeiten bzgl. Sachsen-Lauenburg (Nrn. 56-58). Eine wichtige Mission führte Schönberg 1676 an den Kaiserhof nach Wien, wo er nach dem Tod Herzog Ernsts I. von Sachsen-Gotha-Altenburg die Reichslehen für Herzog Friedrich I. von Sachsen-Gotha-Altenburg empfing. Nr. 81 enthält u. a. den Pass der Gesandten, Schönbergs Tagebuch und Aufzeichnungen über die Reise, die Reiseroute, umfangreiche Kostenlisten sowie Reiserechnungen mit Belegen, Quittungen und Taxrechnungen. Mehrfach nahm Schönberg als Abgeordneter an den so genannten Münzprobationstagen in Leipzig teil, weshalb Nr. 87 vornehmlich die entsprechenden Protokolle beinhaltet, aber auch Register der kursächsischen Münzen 1665 mit Silbergehalt, ein gedrucktes Münzverzeichnis Sachsen-Gotha-Altenburgs und ein kaiserliches Mandat von 1677 zur Neuordnung des Münzwesens mit zahlreichen Kupferstichtafeln von Münzen. Ebenso finden sich zwei umfangreiche Bände zum Bergbau. Nach dem 30-jährigen Krieg wurden die Saalfelder Silber- und Kupferbergwerke wiederbelebt, nicht zuletzt, um die Staatseinkünfte zu heben. Die Nr. 25 enthält dazu vielfältige Quellen, etwa Literaturangaben, Bergzehntrechnungen, Gewerkenverzeichnisse und auch eingeklebte Kupfererzproben von 1667. Ein weiterer Band (Nr. 110) – überwiegend zum Bergbau im Erzgebirge – hat u. a. ein 130-seitiges Lexikon zum Bergwerkswesen und eine 25-seitige Bergordnung Kaiser Ferdinands I. für Joachimsthal von 1564 zum Inhalt.

Schönbergs Stoffsammlungen zur Landesgeschichte sind so umfangreich und vielfältig, dass sie hier nur schlaglichtartig beleuchtet werden können. Angefangen mit Material über die Geschichte der Burggrafschaft und des Fürstentums Altenburg (Nrn. 1, 2) mit Briefen Spalatins und einer historischen Beschreibung des Schlosses und der Stadt Altenburg des Pfarrers Andreas Toppius von 1668, über ein Verzeichnis Altenburger Stifts- und Klosterurkunden aus dem Altenburger Regierungsarchiv (Nr. 46a), das u. a. Grundlage für Patzes Altenburger Urkundenbuch war , und Bänden zur Geschichte der Wettiner und Mitteldeutschlands (Nr. 46, 54), mit Originalen des Klosters Allendorf (1487) und Burggraf Hugos von Leisnig für das Georgenstift Altenburg (1492) und Originallehnbriefen der Abtei Chemnitz über Grüna und Reichenbrand (1481) sowie über Limbach (1526), findet sich im Bestand auch eine große Stoffsammlung zu Saalfeld (Nr. 23, 24). So enthält Nr. 23 neben einer Urkunde des Abts des Saalfelder Benediktinerklosters von 1432, einem Zinsregister der Kirche zu Niederfrohna von 1497 und einer Originalniederschrift der Reformatoren über die Verwendung der Kirchengüter mit Ausführungen Melanchthons und Bucers, die die Grundlage für die kritische Edition in den MBW (= Melanchthons Briefwechsel) bildete, auch einen Briefwechsel des Kurfürsten und der Stadt Zeitz wegen der Berufung des Predigers Eberhard Brisger nach Altenburg (1540) und einen Brief des Ritters Hans III. Landschad von Steinach an Friedrich den Weisen, der darin schon 1520 den Kurfürsten um den Schutz Luthers ersuchte. Nr. 24 enthält u. a. mehrere Originale Kaiser Maximilians I. für das Kloster Saalfeld von 1516 und Urkundenauszüge zur Saalfeldischen Geschichte von 939 bis 1547.

Ebenso sammelte Schönberg Quellen zur Adelsgeschichte (Nrn. 88-94). Akribisch wertete er die Repertorien "der Wettinischen Archive Wittenberg, Leipzig, Weimar, Gotha, Altenburg, Barby [aus], zog ältere und neuere Literatur [heran] und übersetzte sogar einschlägige Stellen aus italienischen, französischen, dänischen und polnischen Büchern. So trug er für die Geschichte der gräflichen, edelfreien und adeligen Geschlechter des mitteldeutschen Raums einen gewaltigen Stoff zusammen, der heute noch wegen zahlreicher Urkundenabschriften hervorragenden Wert hat" (Engel, S. 301).

Die Nrn. 92-94 listen fast 9.000 Einzeleinträge und Nachweise, die durch ein Register (Nr. 95) für die Nrn. 93 und 94 erschlossen sind. Nicht nur die Landesgeschichte interessierte Schönberg: Die Nrn. 121-132 umfassen eine reichhaltige Quellensammlung zu den verschiedensten Reichsständen, enthalten Abschriften von Regensburger Reichstagsprotokollen und thematisieren die verschiedensten Angelegenheiten des Reichs. Vielschichtig sind auch die Quellen aus schon damals älterer Zeit. Neben einigen Handschriften aus dem Familienerbe, wie den Gerichtsbüchern von Wolperndorf, Reichenbrand und Grüna (Nrn. 117- 120), finden sich Kopialbücher der Klöster Bürgel, Remse und Lausnitz (Nr. 109), ein Kopialbuch des ausgehenden 15. Jh. über Amt und Kloster Probstzella (Nr. 46) sowie die Originalregister der kursächsischen Kanzlei (1482-1492, 1515-1532) mit meißnischen und vogtländischen Lehensbriefen aus dem Dresdner Archiv (Nrn. 60, 61). Engels Erklärung für die vielen – hier und oben genannten – Originale in Schönbergs Sammlung: "Bei Dienstreisen und Archivbesuchen fand er Gelegenheit, Urkunden und Akten aus Staats- und Privatbesitz auszuleihen; wohl nur aus Versehen ist später die Rückgabe nicht erfolgt; auf diese Weise sind zahlreiche Einzelstücke aus wettinischen Archiven in die Schönbergischen Sammlungen gelangt" (Engel, S. 301). Neben den zahlreichen Originalen enthält der Bestand aber v. a. eine Reihe von Abschriften – teils ganzer Werke wie der Hennebergischen Chronik von Sebastian Glaser (Nr. 90, Abschrift der Chronik 1078-1559 mit 19 farbigen Grafenbildern, knapp 200 Blatt), Sebastian Meyers Geschichte der Stadt Penig und der Burggrafen von Leisnig (Nr. 90) oder Esaias von Pufendorfs Bericht für den König von Schweden über den Zustand des kaiserlichen Hofes von 1675 (Nr. 125). Nr. 98 beinhaltet u. a. Schriften zum Kampfrecht mit Auszügen aus einem Fechtbuch, einer Faustrechtshandschrift von Hans Talhoffer von 1443 mit mehreren, teils farbigen Zeichnungen eines Kampfes zwischen Mann und Frau. Es gibt lange Turnierlisten (Nr. 88) und Erzählungen von Kometenerscheinung (Nr. 113, mit einer Zeichnung, 1664), Wunderberichte und einen Bericht über die Verwandlung einer Hexe in einen Wolf in Trostadt, nordwestlich von Hildburghausen 1663 (Nr. 104). Nr. 83 enthält eine Beschreibung des frühen 16. Jh. über die Königswahlen Maximilians I. (1486) und Karls V. (1519) mit zahlreichen Urkundenabschriften. In Nr. 54 ist u. a. das Textbuch zu August Buchners Ballett-Oper "Orpheus und Eurydice" überliefert, die zur Hochzeit des späteren Kurfürsten Johann Georg II. von Sachsen 1638 aufgeführt wurde. Bei der so genannten Altenburger Handschrift handelt es sich um das einzig erhaltene Manuskript.



Bestandsgeschichte und -bearbeitung


Die Geschichte des Bestands ist erst ab 1713 gesichert. Bekannt ist, dass die Sammlung in diesem Jahr nach Gotha gekommen ist. Unbekannt ist dagegen, was mit dem Bestand nach Schönbergs Tod 1682 geschah, wer ihn verwaltete und wo. Jedenfalls gelangte der Bestand nach Eisenberg und von dort nach Gotha. Fest steht, dass die Sammlung nicht von Schönberg allein zusammengetragen worden war. Denn 33 Bände des Bestands beinhalten Materialien aus der Zeit nach 1682, dem Todesjahr Schönbergs. Und immer noch 10 Bände enthalten Quellen aus der Zeit nach 1713, als die Sammlung schon in Gotha im Geheimen Archiv war. "Das damals angelegte Verzeichnis [...] nennt 87 einzelne Nummern, die zum Teil mehrere Bände umfassen; sie sind weder nach sachlichen noch nach zeitlichen Gesichtspunkten geordnet [...]. Im Frühjahr 1714 wurde fast ein Fünftel des ganzen Bestands – 17 Nummern – ausgeschieden und der herzoglichen Bibliothek zugewiesen. Der verbliebene Rest wurde dann in nicht immer glücklicher Weise neu gegliedert und einheitlich in starken dunkelgrünen Pergamentbänden zusammengefasst; er ist als Abteilung JJJ (J3) später [um 1760] summarisch verzeichnet worden" (Engel, S. 300).

Der Bestand wurde 1930 ins Staatsarchiv Altenburg überführt und hier von Dr. Wilhelm Engel unter Beibehaltung der alten Gliederung neu verzeichnet. Ergebnis war ein 117 Seiten umfassendes eng beschriebenes Findbuch, in dem Engel akribisch die jeweiligen Inhalte stichpunktartig notierte. Teilweise enthalten diese Inhaltsangaben mehrere Seiten.

Zwischen 2013 und 2017 ist der Bestand im Staatsarchiv Altenburg in der Archivdatenbank AUGIAS-Archiv erfasst worden und seitdem per Stichwortsuche recherchierbar. Die Bearbeitung des Bestands beinhaltete im Wesentlichen eine "erweiterte" Retrokonversion, die darin bestand, das vorhandene Findbuch abzuschreiben und den von Engel aufgenommenen Inhalten die entsprechenden Blattzahlen hinzuzufügen, um die verschiedenen Themen in den durchschnittlich 250 Blatt starken Bänden schneller finden zu können. Dabei wurden Begriffe und die Sprache modernisiert und normalisiert, Orts- und Familiennamen nach heutiger Schreibweise aufgenommen, von Engel nicht erfasste oder kurz genannte Inhalte ggf. hinzugefügt bzw. genauer gefasst. Die alten Aktentitel wurden fast durchgehend durch neue, präzisere ersetzt. Der Originaltitel ist im Feld Bemerkung mit aufgenommen. Die alten Gothaer J3-Signaturen sind ebenso vermerkt, da sie sich häufig noch in Literaturangaben finden.

Bei dem Bestand handelt es sich zu einem Großteil um zeitgenössische Originalakten Schönbergs – etwa Entwürfe, Ausfertigungen, Protokolle. Daneben finden sich mindestens genauso viele Abschriften von Protokollen, Akten, Urkunden und ganzen Werken – etwa zur Landesgeschichte. Der von Engel häufige Hinweis auf Originalurkunden, Originalakten, Originalprotokolle oder Originalbriefe etc. wurde nicht übertragen: Steht im Enthält-Vermerk Brief, handelt es sich in aller Regel um eine Ausfertigung – sind Dokumente in Abschrift enthalten, so ist dies vermerkt. Da es sich, wie erwähnt, häufig um Abschriften handelt, ist in den Datumsfeldern nicht das Datum der Abschrift eingetragen, sondern der Zeitraum der Inhalte. Zur genauen Identifizierung der Herrscher wurden deren Namen bzw. die Ordnungszahl und das Territorium häufig ergänzt, etwa wenn im Findbuch "Brief des Herzogs an XY" stand. Dabei wurden Herrscher möglichst durchgehend gleich benannt: So wird etwa im Sinne der Einheitlichkeit und Eindeutigkeit kontinuierlich Herzog Ernst I. von Sachsen-Gotha-Altenburg für Herzog Ernst den Frommen oder Herzog Ernst von Sachsen-Gotha geschrieben, auch wenn dieser nominell erst ab 1672 Herzog von Sachsen-Gotha-Altenburg war.

Abschließend erfolgte das Einfügen der Signaturen in eine neu erarbeitete Klassifikation, die zum einen auf Basis der ursprünglichen Gothaer Klassifikation entstand. Diese ist jedoch insbesondere bei den beiden Klassifikationspunkten "IV Sachsen insgemein" und "VI Miscellanea" reichlich unpräzise, da diese beiden Punkte 72 Bände umfassen. Zum anderen war die aussagekräftigere Klassifikation des Bestands in der Altenburger Bestandsübersicht von 1961 Grundlage der neuen Klassifikation, die im Sinne einer übersichtlicheren Gliederung erstellt wurde.

Der Bestand umfasst 14,3 lfm: 135 Bände mit 54.349 Blatt. Der umfangreichste Band ist die Nr. 64 mit 925 Blatt, Bände mit mehr als 400 bis 600 Blatt sind keine Seltenheit.