DFG-PROJEKT


2008 bis 2010 wurde ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördertes Projekt zur Aufarbeitung der Handschriften und Drucke Georg Rörers von der ThULB und dem Lehrstuhl für Kirchengeschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena (Prof. Dr. Volker Leppin) gemeinschaftlich durchgeführt. Projektwissenschaftler waren Dr. Stefan Michel und Dr. Christian Speer.

Im Rahmen des Projekts wurden Rörers Handschriften und Drucke digitalisiert und kodikologisch wie inhaltlich tiefenerschlossen. Besonderes Augenmerk galt der Selektion und Normierung des Lutherschen Werks durch Rörer. Wie stellt sich die innere und äußere Chronologie der auf Luther bezogenen Aufzeichnungen Rörers dar? Wie sind Rörers Textauswahl, Hinzufügungen oder Glättungen im Hinblick auf eine "Kanonisierung" beziehungsweise memoriale Perpetuierung der Person Luthers und seines Werks einzuordnen? Welchen Stellenwert besitzt die Sammlung Rörers für die Beurteilung des Übergangs von der Reformationszeit in das Zeitalter einer lutherischen Konfessionskultur?


Siehe auch:

SPEER, CHRISTIAN, Die Sammlung Georg Rörers (1492-1557). Ein interdisziplinäres und multimediales Erschließungsprojekt an der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena, in: REHBEIN, MALTE/SAHLE, PATRICK/SCHASSAN, TORSTEN (Hrsg.), Kodikologie und Paläographie im Digitalen Zeitalter - Codicology and Palaeography in the Digital Age (Schriften des Instituts für Dokumentologie und Editorik 2), Norderstedt 2009, S. 25-34. [weiter ...]