DER NACHLASS DIEDERICHS IN DER ThULB JENA


Bruchstückhaft vorhanden sind Verlagskorrespondenz, Vertragliches, Betriebliches, Geschäftsbücher, frühe Verlagsprospekte, weitgehend vollständig dagegen Verlagsprospekte ab 1901, Rundschreiben, Drucksachen, Anzeigen. Umfassend, doch nicht vollständig, sind die Graphiksammlung des Verlags, der Bestand an Klischeebüchern und Rezensionsmappen, an Korrekturbüchern (ab Korrekturbuch III, 1904), sowie die Handbibliothek des Verlags („Hand-Archiv“, „Handbücherei“) mit handschriftlichen Anmerkungen vor allem zur Herstellung, zur Klischeeverwendung und -lagerung, sowie mit Korrekturhinweisen, einzelnen Dokumenten dazu und Werbematerial. Für das DFG-Projekt wurden alle Nachlassteile herangezogen, doch in unterschiedlicher Intensität benützt.

Grundsätzlich fand ein Abgleich der Graphiken mit der Handbibliothek statt, die vorwiegend die gebundenen Bücher der Verlagsproduktion umfasst. Darauf bezieht sich die jeweils angegebene PPN (Referenzliteratur) mit der Signatur „Died“; doch wird auch auf den allgemeinen Bestand der ThULB Jena (und damit auf die dort integrierte Arbeitsbibliothek des Verlags Diederichs) zurückgegriffen. Fehlt dieser Hinweis, ist das entsprechende Buch nicht vorhanden oder die spezifische Graphik nicht verifizierbar: wenn eine Graphik also keine Verwendung fand oder sie alternativen Einbänden (bei broschierten oder Vorzugsausgaben) galt. Bei  Mehrfachverweisen enthält nicht immer jedes Exemplar die entsprechende Graphik, zum Beispiel dann nicht, wenn Bibliothekseinbände den Originaleinband ersetzen.

Die Klischeeabzüge dienten zum Abgleich der Vollständigkeit der erhaltenen Zeichnungen, zur eventuellen Nicht-Verwendung, zu Datierungsfragen.

Die Korrekturbücher nennen Details der Herstellung, Papier und Preise, den Druckpreis, falls gegeben die Herstellung von Matern und deren Kosten, Hinweise für Aufträge und Arbeit von Korrektoren, Adressen der Autoren, teilweise die Namen von Graphikern und Künstlern. Für das Projekt wurden vor allem Datierungen, die Hinweise auf Künstler, aber auch die auf Umschlag-Neudrucke herangezogen.

Werbematerialien wie Rezensionsmappen wurden vereinzelt überprüft, insbesondere wenn die Buchgestaltung einen besonderen Öffentlichkeitswert beanspruchte.

Hingewiesen sei auf die Verlagsbibliographie von Ulf Diederichs, „Eugen Diederichs und sein Verlag. Bibliographie und Buchgeschichte 1896 bis 1931“, Göttingen 2014, die, neben vielen Abbildungen, Dokumenten, Zitaten und Kommentaren, Hinweise auf Auflagenzahlen, Neuauflagen, Einband, Druckerei, Buchkünstler und Buchpreis gibt, auch Sekundärliteratur zu einzelnen Titeln nennt.