ÜBERGANG


Die moderne Rezeptions- und Erschließungsgeschichte der "Bibliotheca Electoralis" beginnt an der Wende zum 18. Jahrhundert. Einen Einschnitt für die "Bibliotheca Electoralis" bedeuteten die Maßnahmen zur Umor­ganisation der Jenaer Bibliothek, die unter Johann Wolfgang von Goethes Leitung in den Jahren zwischen 1817 und 1824 erfolgte. Verbunden waren hiermit die Neuaufstellung des damaligen Gesamtbestandes an Druckwerken sowie die Anlage neuer Kataloge, welche die älteren Fakultätskataloge ablösten.
Diese Entwicklung geht einher mit der Einführung der modernen Gebrauchsbibliothek und mit der Etablierung einer systematischen Wissens­aufbereitung entsprechend der einzelnen Fachdisziplinen. Goethes Plan sah vor, die verstreuten Teilbestände und weitere bis dahin externe Bestände in einem einheitlichen aus Sachgruppen bestehenden Signaturensystem zusammenzuführen, worin auch der Bestand an Druckwerken der "Bibliotheca Electoralis" aufging. Die systematische Aufstellung blieb im Fall des Jenaer Bestandes an Alten Drucken bis ins 20. Jahrhundert hinein in Anwendung, die alten Signaturen blieben es auch darüber hinaus.