JOHANN GERHARD

 

Johann Gerhard darf als der einflussreichste und wirkungsträchtigste lutherische Theologe des 17. Jahrhunderts gelten. Nach Stationen in Heldburg und Coburg, wo Gerhard als kirchenleitender Theologe tätig war, lehrte und forschte er von 1616 an bis zu seinem Tode an der Universität Jena. Hier entfaltete er eine exzeptionell breite Wirksamkeit, die sich in einer Flut von Schriften niederschlug. Neben seinen großen lehrhaften Werken, wie etwa den Loci theologici und der Confessio catholica, verfasste Gerhard eine große Menge an Bibel-Kommentaren, veröffentlichte Predigtsammlungen und Erbauungsschriften, fasste Gutachten ab zu aktuellen theologischen und politischen Sachfragen.